Der heutige Bestand des Klostergutes zeigt ein nahezu unverändertes Ensemble der historischen Anlage.
Das denkmalgeschützte „Klostergut Mönchpfiffel“ ist der ehemalige Klosterhof des Zisterzienserklosters Walkenried. Die ummauerte Hofanlage ist mit einem Herrenhaus, vier Stall- und Speichergebäuden, einer romanischen Probsteikirche mit angrenzendem Backhaus sowie einer kleinen Schmiede bebaut. Die Gebäude stehen teils in Grenzbebauung. Der einstige Westflügel existiert nicht mehr. Auf dem großzügigen, teils befestigten Grundstück sind eine Zisterne sowie Park- und Grünflächen vorhanden. Der südliche Grundstücksbereich ist als Streuobstwiese angelegt.
Die heutige Bebauung wurde überwiegend im 18. und 19. Jahrhundert unter Einbeziehung von Vorgängerbauten und die Probsteikirche um 1100 errichtet.
Nachdem 1995 die Raiffeisen Agil Leese eG die ehemalige Grangie der Zisterziensermönche erworben hat, floss viel Energie und Leidenschaft in den Wiederaufbau und Erhalt der gesamten Klosteranlage. Unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen sind die Gebäude nach und nach restauriert worden, wobei der besondere Charakter und die Baustruktur weitestgehend erhalten wurden. Die Mönchpfiffel Immobilien GmbH wird den Bestand weiterhin erhalten und ihren Fokus auch auf die Entwicklung von Pilger- und Ferienwohnungen sowie ein Angebot für Hochzeitsgäste kreieren.
Im Herrenhaus mit Veranda und angebautem Carport stehen insgesamt 7 Wohnungen zur Verfügung, von denen 5 WE vermietet und 2 WE zu Pilgerwohnungen ausgebaut werden. Es wurde eine Ölzentralheizung installiert, die Bäder in den vermieteten Wohnungen sind modernisiert; neue Fenster wurden eingesetzt, der Natursteinkeller (überwiegend Gewölbe) und die Treppen aufgearbeitet und die Schindeldacheindeckung erneuert. Die Fußböden sind mit diversen Belägen, u.a. Fliesen, Parkett, PVC-Belag, versehen. Außen- und Kellertreppen sind massiv, sonst Holztreppen. Die Fassade ist Natursteinmauerwerk, ab dem Obergeschoss mit Ziegeln ausgemauertes Fachwerk.
Im Ochsenstall ist im vollständig sanierten Erdgeschoss eine vermietete Gaststätte, die Platz für bis zu 220 Personen bietet, und im Obergeschoss moderne Sanitäranlagen und ein Heimatmuseum, das vom Heimatverein genutzt wird, untergebracht. Innen sind Natursteinwände und verputzte Wände mit Farbanstrichen; Fußböden gefliest oder mit Dielenboden; überwiegend Holzfenster und -türen, Natursteinfassade und verputzter Anbau sowie eine alte Ziegeldacheindeckung. In den Dachgeschossen gibt es Ausbaureserven. Es steht ein großzügiger Außenbereich mit Biergarten zur Verfügung.
Die Errichtung der romanischen Dorfkirche wird auf das Jahr 1273 zurück datiert. Die Wände bestehen aus Ziegelmauerwerk.
Die überwiegend sanierte Probsteikirche mit ehemaligem Glockenturm (derzeit ohne Glocke) dient heute als Trauzimmer für standesamtliche Trauungen. 2019 wurde sie als Trauzimmer der Stadtverwaltung Artern eingeweiht. Sie bietet Platz für 50 Gäste und kann für 350€ pro Trau-Tag gebucht werden.
Das angrenzende Backhaus wird zu speziellen Anlässen und bei Volksfesten genutzt. Früher war es ein Waschhaus.
Im Ostflügel sind Teilbereiche als Kühl- und Lagerflächen vermietet. Zudem befindet sich hier eine Ölzentralheizung, die auch den Ochsenstall und den Südflügel mitversorgt. Ein Großteil des Ostflügels ist noch nicht ausgebaut und dient aktuell als Lagerfläche.
Im Südflügel sind der Hofladen, der überwiegend regionale Produkte anbietet, und der Friseur eingemietet. Hierfür wurde ein Teil des Südflügels komplett saniert und mit modernen Verkaufs-, Lager- und Personalräumen ausgestattet. Zudem stehen weitere, teils vermietete Lagerfläche zur Verfügung. Hofladen und Friseur sind an die Ölzentralheizung im Ostflügel angebunden und es stehen separate WC zur Verfügung.
Der einstige Westflügel existiert leider nicht mehr. Hier sollen Ferienwohnungen entstehen.
Das Inspektorenhaus mit dem Pferdestall ist im nördlichen Teil der Westseite des Hofes befindlich, ein langgestreckter Bau mit Krüppelwalmdach. Hier sind 2 von außen zugängliche Sanitärbereiche, und es befinden sich die Räume der Heimatstuben und viel Lagerplatz.
an der westlichen Hofmauer gelegen ist die kleine, aus Natursteinen errichtete Schmiede ein technisches Denkmal. Sie wird zu besonderen Anlässen geöffnet. Die Schmiede ist ein eingeschossiger Putzbau mit rechteckigem Grundriss. Zwei Schmiedeöfen wurden im 20.Jh. hinzugefügt, historisches Schmiedefeuer ist zu bestaunen. Teile der Transmission, Maschinen und Werkzeuge aller Art sind erhalten.